Schienenverkehr

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Foto: Deutsche Bahn AG

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Bezüglich der Bekämpfung von Lärmverursachung durch Schienenverkehr gab es in den letzten Jahren eine Vielzahl neuartiger Ansätze und Konzepte.
Seit zwei Jahren wurden zudem durch das Konjunkturpaket II erhöhte finanzielle Unterstützungen für solche Lärmschutzmaßnahmen vom Bund zur Verfügung gestellt. Dies erleichterte Umsetzungen, wobei jedoch weiterhin oft große Zeitspannen zwischen ersten Ideen und der endgültigen Marktreife und rechtlicher Anerkennung liegen.

Allgemeinen Maßnahmen zur Lärmbekämpfung im Schienenverkehr

Innovationen für leisere Bremssysteme

Der Fokus der Entwicklung liegt inzwischen verstärkt auf sogenannten aktiven Maßnahmen. In den vergangenen Jahren konzipierte man beispielsweise Verbesserungen der Bremsvorrichtungen und deren Materialzusammensetzung, um das Problem der Quietschgeräusche zu reduzieren. Die Umrüstung der Bremsklötze auf Kompositsohlen ("K-Sohlen") wird in Deutschland bereits voran getrieben.

Moderne Schienenanlagen in Zukunft auch im Leipziger Norden

Auch bei der Konzeption der Gleisanlagen wurden Verbesserungsmöglichkeiten erkannt. Die Schallübertragung kann so neuerdings z. B. durch Verfestigen oder spezielles "Verschäumen" der Gleisbette um mehrere Dezibel gesenkt werden. Dieses Verfahren soll beim Ausbau von Güterstrecken im Leipziger Norden angewendet werden. Auch neuartige elastische Elemente, sogenannte "Schienenstegdämpfer", werden dort zum Einsatz kommen.

Kleine effiziente Schallschutzwände

Zudem wurde erkannt, dass schon durch kleinere aber äußerst effiziente und dabei sinnvoll platzierte Schallschutzwände, beispielsweise aus Gabionen, ein entscheidender Effekt erzielt werden kann. Dieses Verfahren wurde, neben anderen, beim aufwendigen und seit einigen Jahren laufenden Ausbau der Rheintalbahn angewandt.