Lärm und Kosten

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Foto: StadtLabor

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Lärm ist teuer. Er ist Folge unseres Lebensstils, den wir uns in vielen Bereichen gern etwas kosten lassen. Allerdings verursacht Lärm direkt und indirekt Probleme, die wir wiederum nur mit zusätzlichen Kosten bewältigen. Nach einer Untersuchung der Technischen Universität Dresden betragen die lärmverursachten Kosten aller Verkehrsträger in Sachsen ca. 500 Mio. Euro pro Jahr. Kostenfaktoren sind Produktionsausfälle durch Krankheit, Arzt-
kosten, Lärmschutzmaßnahmen und die Wertminderung von Gebäuden und Grundstücken.


Dort wo privates Engagement versagt oder eine wirtschaftliche Verwertung nicht mehr gegeben ist, bleiben Folgekosten oft an den Kommunen und damit an der Gesellschaft hängen. Dies betrifft ebenso steigende Gesundheitskosten, die letztlich durch die Allgemeinheit getragen werden.

Lärm ist somit ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Folgekosten tragen nur zu einem geringen Teil die Verursacher. Letztlich lassen sich lärmverursachte Kosten jedoch nicht vermeiden. Sowohl die Beseitigung
von Lärmschäden als auch die Bekämpfung des Lärms an seiner Quelle müssen finanziert werden.

Als kostensenkend können sich stadt- und raumplanerische Entscheidungen erweisen, die das Thema
Lärm bewusst und von vornherein in ihre Überlegungen einbeziehen. Schließlich birgt jede Investition, Baumaßnahme oder Wirtschaftsansiedlung neue Lärmpotenziale und Konflikte.