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Beurteilungspegel

Die von einer bestimmen Schallquelle ausgehende Belästigung wird individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen und hängt insofern von vielen nichtakustischen Faktoren wie die Auffälligkeit der Quelle, das Störgeräuschempfinden der betroffenen Person und die subjektive Einstellung in Bezug auf die Quelle ab.

Um jedoch objektive Prüfungen von Lärmbelästigungen durchzuführen, wurde von Akustikern versucht diese zu quantifizieren und sinnvolle Grenzwerte einzuführen. Oftmals sind die Reaktionen bei einer größeren Anzahl von betroffenen Personen um einen Mittelwert verteilt.

Der Beurteilungspegel (Lr) wurde als Parameter entwickelt, der die von der Durchschnittsbevölkerung empfundene Belästigung durch ein Geräusch in Form einer Zahl ausdrücken soll. Er setzt sich zusammen aus dem Mittelungspegel und verschiedenen Zu- und Abschlägen, mit denen weitere Einflussfaktoren auf die Lärmwirkungen berücksichtigt werden. In folgenden gesetzlichen Bestimmungen und Regelwerken ist die Ermittlung des Beurteilungspegels beschrieben: Straßenverkehrslärm: RLS 90 – Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen; Schienenverkehrslärm: Schall03 – Richtlinie zur Berechnung der Schallimmissionen von Schienenwegen; Fluglärm: AzB – Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen an Flugplätzen; Lärm von Sportanlagen: 18. BimSchVSportanlagenlärmschutzverordnung; Industrie- und Gewerbelärm: TA Lärm – Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm.
 

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